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Schwarzburg-Rudolstadt ArtikelSchwarzburg-Rudolstadt ist der Name eines Fürstentums in Thüringen, das 1599 zunächst als Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt gebildet wurde und ab 1697 bis 1918 ein Fürstentum war .
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Die Geschichte des Fürstentums geht auf der Geschlecht der Grafen von Schwarzburg zurück, die erstmals in dem 11. Jahrhundert erwähnt wurden. Durch verschiedene Erbteilungen und Erwerbungen veränderte die Grafschaft Schwarzburg bis zu dem 16. Jahrhundert häufig ihre Gestalt. Nach dem Tod von Graf Günther XXXIX. in dem Jahr 1583 teilten seine beiden Brüder die Grafschaft Schwarzburg und bildeten ab 1584 die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt und Schwarzburg-Rudolstadt. Mit dem Stadtilmer Vertrag vom 21.11 1599 wurden die schwarzburgischen Territorien neu aufgeteilt und die beiden Grafschaften und späteren Fürstentümer erhielten ihre Gestalt, die bis 1920 in dem Wesentlichen unverändert blieb.
1815 trat das Fürstentum dem Deutschen Bund bei, nach dem es 1806 Mitglied des Rheinbunds geworden war und damit bis 1813 unter der Protektion Napoleons gestanden hatte. 1816 trat die erste Verfassung des Landes in dem Kraft. 1835 fand der Beitritt des Landes zu dem Deutschen Zollverein statt.
1848 gibt es auch in dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt Unruhen, welche zur Folge hatten, dass Bürgerwehren gebildet wurden und in dem Herbst des Jahres Reichstruppen einrückten. Das neue Wahlrecht mit einem allgemeinen, gleichen und indirekten Wahlsystem wurde erst 1854 durch ein neues Wahlgesetz für den Landtag mit Dreiklassenwahlrecht die liberalen Gesetze von 1848 und ein neues Grundgesetz für das Fürstentum außer Kraft gesetzt.
Nachdem 1866 Schwarzburg-Rudolstadt gegen die von Österreich in dem Bundestag des Deutschen Bundes beantragte Mobilmachung gegen Preußen gestimmt hatte, trat das Fürstentum dem neuen Norddeutschen Bund bei, wodurch 1867 die Militärhoheit an Preußen überging. Seit dem 18.01 1871 gehörte das Land dann dem Deutschen Reich an.
Nach wiederholter Zurückweisung von Steuererhöhungen durch den Landtag war Schwarzburg-Rudolstadt 1870 in einer Staatskrise und musste beim Bundespräsidium seine Insolvenz anzeigen. Das Bürgertum war zu finanziellen Mehrbelastungen ca. bei gleichzeitig größeren politischen und wirtschaftlichen Freiheiten bereit. Kosteneinsparungen durch Einschränkung der Ministerialbürokratie und des Hofstaates waren dem Ministerium nicht möglich, so dass durch den Landtag Ende 1870 eine Wahlrechtsreform erreicht wurde. Danach setzte sich der Landtag aus 4 Abgeordneten der Höchstbesteuerten und 12 Abgeordneten zusammen, die aus allgemeinen gleichen Wahlen der männlichen Staatsangehörigen in 12 Wahlbezirken hervorgingen. Das fortschrittliche Landtagswahlrecht bewirkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine hohe Anzahl von Landtagsabgeordneten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, welche 1911 erstmals die absolute Mehrheit in dem Landtag besaßen und mit Franz Winter den ersten sozialdemokratischen Landtagspräsident in Deutschland stellten.
Die französischen Kriegsentschädigungen, höhere Steuereinnahmen durch einen Wirtschaftsaufschwung sowie ein neues Einkommenssteuergesetz von 1876 beendeten die Krise der Staatsfinanzen, änderte aber nichts an den 1910 mit 48 Mark pro Einwohner höchsten Staatsschulden in Thüringen.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dankte am 25.11 1918 Fürst Günther Victor, der in Personalunion auch das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen regierte, als letzter deutscher Monarch ab. 1919 wurde der Freistaat Schwarzburg-Rudolstadt gebildet, der 1920 in dem neuen Land Thüringen aufging.
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Wer möchte dem Journalisten Bastian Sick nicht beipflichten, wenn er die Verwahrlosung der deutschen Sprache beklagt. Da werden bedenken- und gedankenlos die Fälle des Genitivs und des Dativs durcheinandergeworfen, Imperative falsch gebildet, Kommata vergessen oder gefühlt" an falschen Stellen gesetzt.... |
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- Gesamtfläche: 941 km²
- Gesamtbevölkerung:
1871: 75.523 Einwohner
1900: 93.059 Einwohner
1910: 100.702 Einwohner
Etwa 98,5 Prozent bekannten sich zur evangelisch-lutherischen Kirche.
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Nun zu dem fachlichen Aspekt:
Liebe BeufsschulkollegInnen, dieses Buch hat für die Lernfeldern 2, 4, 5, 10 "Sei lieb zu dem Kunden" einen erheblichen didaktischen... |
Regierende Grafen und Fürsten | |
Mit der Teilung der schwarzburgischen Ländereien 1599 bildet sich die Hauptlinie Schwarzburg -Rudolstadt.
- 1599-1605 Graf Albrecht VII ( - 1605)
- 1605-1630 Graf Carl Günther (1576 - 1630)
- 1630-1646 Graf Ludwig Günther I. (1581 - 1646)
- 1646-1662 vormundschaftlich; Emilie von Delmenhorst (1614-1670)
- 1662-1710 Graf Albrecht Anton (1641 - 1710)
- 1710-1718 Fürst Ludwig Friedrich I. (1667 - 1718)
- 1718-1744 Fürst Friedrich Anton (1692 - 1744)
- 1744-1767 Fürst Johann Friedrich (1721 - 1767)
- 1767-1790 Fürst Ludwig Günther II. (1708 - 1790)
- 1790-1793 Fürst Friedrich Carl. (1736-1793)
- 1793-1807 Fürst Ludwig Friedrich II. (1767-1807)
- 1807-1814 vormundschaftlich; Caroline Luise von Hessen-Homburg (1771-1854)
- 1814-1867 Fürst Friedrich Günther (1793-1867)
- 1867-1869 Fürst Albert. (1798-1869)
- 1869-1890 Fürst Georg Albert (1838-1890)
- 1890-1918 Fürst Günther Victor (1852-1925)==Weblinks==
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